Bericht zum Bodenseecup
17. März 2010 – 19:14Im schönen Dornbirn (AUT) trafen sich am letzten Wochenende die Besten der schweizerischen,österreicherischen-und deutschen-Kletterszene zum ersten Bodenseecup. Da ich von Burghausen ca. 3 1/2 Stunden fahren muss, entschied ich mich, schon am Freitag loszufahren. Die Kletterhalle war dann zum Glück auch gut zu finden und so begann (für mich) schon um kurz nach 20:00 Uhr eine kalte Nacht. Da ich auf die Schnelle kein Hotel mehr auftreiben konnte, musste ich nämlich im (freundlicherweise vom DAV Burghausen zur Verfügung gestellten) Bus übernachten.
Da mich die Sonne am Samstag morgen rechtzeitig wieder auftaute, konnte ich mir zum ersten Mal die Dornbirner Kletterhalle von Innen anschauen. Dabei kam sofort Europacupfeeling auf, denn die bis zu 17 Meter hohen und extrem steilen Wände waren doch sehr beeindruckend. Nach einem kurzen Blick auf die Teilnehmerliste bestätigte sich mein erster Eindruck: es war eine echte Profibesetzung am Start. ,,Nun gut, jetzt nicht verunsichern lassen, ” dachte ich mir, doch das ist, so wie meistens, leichter gesagt als getan. Mit der Startnummer 119 und einem Wettkampf T-Shirt in der Hand ging es dann in den, nicht weniger beindruckenden, Boulderraum.
Als nächstes stand das Warmmachen auf dem Programm; doch mit dem weiterhin bestehenden flauen Gefühl klappte das trotz musikalischer Unterstützung, mehr schlecht als recht. Um Zeit zu sparen wurden die 71 männlichen Starter auf zwei Gruppen aufgeteilt und es wurde in beiden Qualifikationsrouten gleichzeitig geklettert. Ich musste erst in der 2. Tour klettern, die gespickt mit vielen Zangengriffen durch den gewaltigen Überhang und zwei Dächer ging. Im ersten Dach war ein ziemlich harter Zug auf Schulter, den ich zwar schaffte, aber wo mir beim Dazugreifen die Hand wegrutschte. Später in der ersten Tour merkte ich sehr schnell die fehlende Ausdauer, da ich in diesem Jahr erst wenige Male Routenklettern war. Da es sich bis zum Finale noch lange gezogen hätte und das Wetter richtig schön war, beschloss ich nach Ebnit (einem kleinen Bouldergebiet) zu fahren, da es dort ein paar fb7c Boulder gibt. Leider war dort noch zu viel Schnee und so bin ich die abenteuerliche Serpentinenstraße umsonst gefahren.
Ganz leicht frustriert ging es also relativ zeitig wieder Richtung Burghausen. Leider belegte ich ,,nur” den 60. Platz, weiß aber, dass eigentlich mehr hätte drin sein können. Also, vor dem nächsten Lead Wettbewerb einfach wieder mehr Routenklettern, und dann klappt auch ein Platz in der besseren Hälfte.







1 Trackback(s)