Kategorie-Archiv: Material

Jetzt ist Schluss!!

Hallo liebe Leser/innen,

ihr habt mir in der Zeit, seit dem es die Seite gibt, viel Freude mit eurem Feedback gemacht. Dafür möchte ich mich sehr herzlich bei euch bedanken. Aus diversen Gründen, die diesen Rahmen sprengen würden, gebe ich das Klettern komplett auf.

Mit dem Wegfall des Kletterns fällt auch ein mir wichtiger Teil, diese Homepage weg. Die alten Berichte könnt Ihr auch noch weiterhin lesen und kommentieren, aber es kommt halt nichts mehr neues nach.
In dem Sinne, wünsche ich euch weiterhin viel Spaß am Felsen und in der Halle.

Beste Grüße Rainer Hallmann

Marmot Softshelljacke im Test

An Softshelljacken werden sehr viele Bedingungen gestellt, die teilweise nur schwer unter einen Hut zu bringen sind. Sie sollen leicht sein, Wind abweisen, warm halten und klein zu verpacken sein. Gleichzeitig darf man in der Jacke nicht schwitzen und beim Einkehren in die Hütte oder beim Stadtbummel sollte sie auch eine gute Figur machen. Wie sich die Marmot Leadville Softshell Jacket im Test schlägt und ob sie den Erwartungen entsprechen kann, könnt ihr in den nächsten Zeilen nachlesen.

 

Erster Eindruck:

Hat man die Jacke im Laden erstmal erspäht und sich entschlossen sie unter die Lupe zu nehmen, fallen einem zuallererst die vielen, bunten Schilder auf, die am Reißverschluss baumeln. Doch was steht da eigentlich drauf?

Die Marmot Leadville Softshell Jacket ist mit der bewährten WINDSTOPPER Technologie von Gore ausgestattet, die dem Käufer absolute Winddichtheit und maximale Atmungsfähigkeit verspricht. Außerdem soll die äußere Lage Wasser und Schnee abhalten. In der gesamten Jacke ist Stretch-Material verarbeitet, was Bewegungen erleichtert und für einen besseren Sitz sorgt.

Da sehr unterschiedliche Anforderungen an Softshelljacken gestellt werden, hat Marmot drei verschiedene Serien im Programm, die für unterschiedliche Temperaturzonen geeignet sind. Die Marmot Leadville Softshell Jacketkommt aus der m2 Serie. Das bedeutet, sie ist für die Übergangsjahreszeiten am besten geeignet.

Es ist gut zu wissen, dass Marmot mit der dZi Foundation Menschen in Nepal hilft und das mit einem Kauf diese Organisation unterstützt wird.

 

Praxistest:

Beim ersten Anziehen war ich positiv überrascht, wie angenehm sich die Jacke auf der Haut anfühlt. Die Ärmel sind vorne leider etwas eng, dadurch lässt sich die Jacke in Kombination mit einer Uhr nur umständlich anziehen. Gut gelöst ist der Kletterverschluss, mit dem der Ärmelbund geregelt werden kann. Dieser ist weich und flexibel.

Will man den Reißverschluss zumachen, muss das genau spiegelverkehrt gemacht werden, denn der Schließer befindet sich auf der „falschen“ Seite. Das ist zu Anfang etwas ungewohnt, aber nach einer kurzen Umstellung gelingt es problemlos. Die Verarbeitung der vier Reißverschlüsse und der gesamten Jacke ist durchwegs ordentlich. Es gibt keine losen Fäden und die Verschlüsse gehen leichtgängig.

Die Marmot Leadville Softshell Jacket hat keine Kapuze, zwei Außentaschen und eine geräumige Innentasche. Die Optik ist sicherlich Geschmackssache, so sitzt sie am Oberkörper recht locker, dadurch wirkt die Jacke insgesamt eher wie eine Trainingsjacke. Einen etwas körperbetonteren Schnitt hätte mir hier besser gefallen. Beim Anheben der Arme hebt sich die Jacke teilweise soweit an, dass der Bauch frei wird. Ähnlich schaut es aus, wenn sich der Träger bückt. Dagegen hilft nur der in den Taschen befindliche Gummizug, der das Rutschen minimiert, wenn er gespannt wird.

Die Jacke ist, wie versprochen sehr winddicht. Minuspunkte gibt es jedoch bei der Atmungsfähigkeit, die nur mittelmäßig ist. Das reißt die Marmot Leadville Softshell Jacket allerdings mit dem guten Wetterschutz wieder raus, denn die Jacke hält recht lange nicht zu starkem Regen stand. Bewegungen werden zwar von der Jacke nicht behindert, allerdings rutscht sie gerade beim Klettern gerne mal hoch. An die Taschen kommt man auch mit aufgesetztem Rucksack und geschlossenem Hüftgurt noch ganz gut dran.

 

Fazit:

Die Marmot Leadville Softshell Jacket ist am besten für Temperaturen über 8°C geeignet. Das Einsatzgebiet der Jacke liegt eindeutig beim Zustieg zum Felsen, beim Wandern und beim leichten Bergsteigen.

 

+ Günstig

+ Guter Wetterschutz

+ Hochwertige Verarbeitung

+ Angenehm auf der Haut

 

- mittelmäßige Atmungsfähigkeit

- Rutscht beim Anheben der Arme

- ungünstiger Schnitt

 

3,3 von 5 Sternen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Lizenz zum Bouldern von Udo Neumann

Revolutionär, Neuartig, Bilderreich und mit recht wenig Text kommt das Buch Lizenz zum Bouldern daher. Das einzige Trainingsbuch, dass sich ausschließlich dem Bouldern widmet, scheint auf den ersten Blick alles andere als ein Trainingsbuch zu sein. Doch hinter der durchaus beeindruckenden Fassade versteckt sich mehr, als die meisten ahnen würden. Udo Neumann kennt jeder, der sich schon mit dem Thema Klettertraining auseinandergesetzt hat. Und dass er etwas von seinem Fach versteht, hat Udo eindrucksvoll mit seinem Klassiker Lizenz zum Klettern gezeigt.

Auch wenn zwischen Bouldern und Klettern immer stärker unterschieden wird, sind die Basic- Techniken die selben. Darum nimmt sich Udo auch keinen Platz im neuen Buch, um diese zu erläutern. Statt dessen kommen ca. 40 Seiten mit einer Einführung zum Thema Bouldern. In dieser fragt sich Udo Neumann unter Anderem, was Bouldern eigentlich ist und wie es mit der Ethik beim Bouldersport aussieht.

Insgesamt ist die Lizenz zum Bouldern sehr modern und bringt, obwohl es sich an ähnlichen Strukturen wie die Lizenz zum Klettern orientiert, ganz neue Gedanken ins Bouldern. Ein großes Thema ist der Umgang mit Schwung, der beim Bouldern eine bedeutende Rolle spielt. Es werden unzählige leistungssteigernde Möglichkeiten und Tipps, leider oft in versteckter Form, aufgezeigt.

Das ist auch das, wenn man es so will, Manko des Buchs. Es richtet sich an erfahrene Boulderer und ist nur bedingt für Anfänger geeignet. Das liegt nicht daran, dass das Buch zu komplex ist, oder lauter Trainingspläne enthält, sondern an anderen Faktoren. In der Lizenz zum Bouldern werden viele anspruchsvolle Techniken gezeigt, oft anhand von Bildern. Dies setzt allerdings, zumindest die grundlegenden Techniken voraus. Um sich diese Ratschläge besser vorstellen zu können ist es auch hilfreich, wenn man sich in die, auf den Bildern abgebildeten Situationen hinein versetzten kann. Auch das fällt vielen Anfängern schwer.

Zum Ende kann ich den meisten dieses Buch empfehlen. Lizenz zum Bouldern bringt einen auf neue Ansätze, Motiviert durch die tollen Bilder und birgt sehr viel an boulderspezifischen Techniken, die auch für den Profi interessant sein dürften.

Da man es in den seltensten Fällen allen recht machen kann, hat sich Udo Neumann bei Lizens zum Bouldern bewusst an die geübten Boulderer gewendet, da sein Buch Lizenz zum Klettern bereits die nötigen Basics enthält. Pro: stark Motivierend herausragende Bilder neue Anregungen Allgemeines übers Bouldern Con: nur bedingt für Anfänger geeignet keine Trainingspläne, konkreten Anleitungen Fazit: Eine Pflichtlektüre für den ambitionierten Boulderer, sie gibt super Anregungen für die eigene Gestaltung und Verbesserung seines Kletterstils. Wer allerdings genau gesagt bekommen möchte, was zu tun ist und lieber Texte liest, um etwas zu lernen, sollte lieber ein anderes Buch nehmen. 4,5 von 5 Sternen

Kletterschuh Five Ten Team 5.10 v.s. La Sportiva Solution

Es war mal wieder an der Zeit für einen neuen Kletterschuh. Denn leider hatte mich mein, noch recht neuer, Solution im Stich gelassen. Folgendes ist passiert: Beim Anziehen ist mir bei der Ferse der gelbe Gummi eingerissen. Das ist mir nicht das erste Mal passiert und der Kletterschuh war, wie schon gesagt, ziemlich neu. Daraus folgte kurzerhand die Reklamation. Da recht lange keine Rückmeldung kam, folgte ein Telefonat mit dem Vertrieb. Dort stellte sich heraus, dass  der Kletterschuh nicht lieferbar ist. Für die bevorstehenden Wettkämpfe braucht man natürlich wieder einen guten Schuh,  deshalb folgte die Suche nach einem neuen Modell.

Da ich mit dem Solution von La Sportiva ansonsten komplett zufrieden bin, musste ein gleichwertiger Ersatz her. Ich probierte neben dem Scarpa Booster, dem Five Ten Projekt auch den Team von Five Ten. Der Scarpa Booster war mir zu steif, der Projekt zu schmal und ohne nennenswerte Zehenkappe. Also ging es zum Schluss in den Five Ten Team.”Last but not least” war auch hier angesagt! Der Schuh fällt zwar extrem klein aus, aber wenn man mal drinnen ist, sitzt er doch recht bequem. Das Gefühl ist zum ersten mal sehr ähnlich wie im Solution. Allerdings bei einem Größenunterschied von:  Solution Gr.39,5  Team Gr.44.

Der Kletterschuh wurde von mir bisher erst an einer kleinen Wand im Geschäft ausprobiert. Aus diesem Grund kann ich nur nach den optischen Eindrücken gehen. Die Verarbeitung ist fehlerfrei und bei meinem Paar recht hochwertig. Die durchgezogene Sohle (von der Spitze bis zur Ferse) vermindert die Gefahr des Ablösens an den Ecken. Der obere Zehenbereich macht einen sehr guten Eindruck. Ich würde sogar sagen, fast besser gelöst als beim Solution, da Größer und mit Schlitzen zur guten Beweglichkeit versehen. Auch die Verse macht einen guten Eindruck und scheint recht weich zu sein. Insgesamt ist der Schuh noch weicher (sensibler) als der Solution (Pluspunkt). Der Team von Five Ten ist komplett aus künstlichen Materialien hergestellt, dadurch dehnt sich der Kletterschuh kaum noch. Je nach Geschmack kann das sowohl ein Plus-, als auch ein Minuspunkt sein. Vom Design gefallen mir beide Schuhe gut, wobei der Five Ten Team doch deutlich vorne liegt. Während der La Sportiva Solution eine Vibram XS Grip Sohle hat, besitzt der Team von Five Ten einen neue Mystique Solengummi. Dieser soll nicht nur mehr Reibung haben, sondern auch recht lange halten, was man beim Solution nicht behaupten kann.

Fazit: Beide Kletterschuhe gehören sicherlich zu den Besten, die man auf dem freien Markt kaufen kann. Die geringen Unterschiede, wie Obermaterial und Schnitt, können je nach Fuß beim einen besser passen als beim anderen. Der neue Sohlengummi von Five Ten hört sich sehr vielversprechend an. Die Tatsache, dass der Team gleich von mehreren Spitzenathleten entwickelt wurde, tut ihr übriges zu dem durchweg sehr guten Eindruck.

Es freue mich, dass durch den eigentlich ärgerlichen Vorfall ein neuer, gleichwertiger (vielleicht sogar überlegener) Kletterschuh zu meiner Ausrüstung gehört. Ich bin gespannt auf die ersten, echten Versuche.

Einen ausführlicheren Test zu beiden Modellen gibt es hier: Rockblog Five Ten Team, Rockblog Five Ten Solution.

Ergänzung:

Nachdem ich den Five Ten Team jetzt ausgiebig getestet habe (sowohl in der Halle als am Fels) hat sich der positive Eindruck zum Großteil bewahrheitet. Zu aller erst möchte ich die extreme Lebensdauer hervorheben. Der Schuh wird sehr oft und mit hoher Intensität genutzt und schaut noch fast wie neu aus. Besonders die Spitze scheint fast unkaputtbar, dadurch wird natürlich mein Geldbeutel geschont, was ja gerade bei einem Hallenschuh mitunter entscheidend sein kann.

Nach einiger Eingewöhnungszeit kommt man bei entsprechender Fußkraft sehr gut mit dem Steigen zurecht. Das Verhalten würde ich sogar als besser im Gegensatz zum Solution beschreiben. Durch den sehr weichen Schuh spürt man jeden Tritt wie mit einer Socke (zum Teil schmerzhaft) und merkt dadurch sofort, wie gut man auf dem Tritt steht. Das gleiche gilt für den Heel-hook Bereich. Der ist allerdings nach meinem Geschmack sogar etwas zu weich, denn er rollt sich, bei mir, bei extremen Hooks ganz gerne vom Fuß. (Ich muss den Schuh warscheinlich eine halbe Nummer kleiner nehmen)

Da der Five Ten Team insgesamt so weich ist, lässt sich auch gut auf flachen Reibungstritten stehen. Dank der Vorspannung lässt sich aber auch im Überhang gut an den Tritten “ziehen”. Ein Manko wie bei allen Schuhen, die ich bisher hatte: Auch hier ist wieder der Fersenbereich beim Anziehen leicht eingerissen. Bis jetzt ergeben sich aber daraus keine Probleme. Ein weiterer Schwachpunkt ist der etwas scharf geratene Rand, der besonders beim Anziehen gerne die Füße aufreibt.

Alles in Allem kann ich den Schuh, mit gutem Gewissen, nur an die Fortgeschrittenen und Profis empfehlen. Der Five Ten Team ist auch eher fürs Bouldern gedacht, weshalb ich andere Schuhe zum Routenklettern bevorzugen würde. Da der Schuh deutlich länger als der Solution hält, und zumindest beim Steigen in meinen Augen etwas besser abschneidet, werde ich mich auch in Zukunft für den Five Ten entscheiden.

Der Klettergurt, oder passt nicht, gibt’s nicht!

Mittlerweile gibt es ja eine fast unüberschaubare Anzahl von verschiedenen Klettergurten. Da wundert es mich nicht, wenn der ein oder andere nach vergeblicher Suche mehr Fragen hat, als davor. Welcher Hersteller soll es werden, wie viele Verstellmöglichkeiten gibt es oder was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Universalgurt und einem Damenmodell? Das sind nur ein paar wenige Fragen, die einem vor dem anstehenden Klettergurtkauf durch den Kopf gehen. Mit diesem Artikel möchte ich etwas Licht ins Dunkle bringen und die meisten Fragen beantworten. Dabei werde ich schrittweise ins Detail gehen und so eine Art Anleitung geben, mit der wirklich jeder im Klettergurtdschungel zurecht kommt.

Als erstes sollte man sich nicht auf einen einzelnen Hersteller fokussieren, denn mittlerweile gibt es von fast jedem Hersteller das passende Modell für einen. Die erste Frage die man sich stellen sollte, ist der Einsatzort. Soll es ein Gurt rein fürs Sportklettern sein, oder stehen öfter alpine Unternehmungen im Vordergrund? Der Unterschied ist zum einen die Polsterung, dass heißt, dass Gurte für Mehrseillängentouren besser gepolstert sind. Dadurch sind sie zwar angenehmer zu Tragen, aber sie sind auch schwerer und nicht so flexibel. Sportklettergurte sind im Gegensatz nicht nur leichter, sondern sie sind oft auch nur an der Hüfte zu verstellen. Das reicht aber auch, da zum Sportklettern meistens dünne Hosen getragen werden und deshalb keine Verstellmöglichkeiten an den Beinen benötigt werden. Gurte fürs Alpine oder für Skitouren haben auch an den Beinen Schnallen zum verstellen. Dadurch können auch mal dickere Hosen usw. getragen werden und der Gurt passt trotzdem.

Wenn man sich nun für einen Schwerpunkt entschieden hat, sollte der nächste Blick auf das Verschlusssystem gehen. Die meisten Gurte haben heutzutage ein so genanntes Schnellverschlusssystem, dadurch muss man das Gurtband nicht mehr zurück schlaufen, was neben der Bequemlichkeit vor allem zusätzliche Sicherheit bringt. Aus diesem Grund würde ich nur noch Gurte kaufen, bei denen es ein Schnellverschlusssystem gibt.

Aber was ist jetzt eigentlich der Unterschied zwischen Frauengurten und Universalgurten? Das ist eigentlich recht einfach, neben anderen Farben ist die Anatomie bei Frauenmodellen an die Weibliche Hüfte angepasst.

Generell ist zu sagen, dass man einen Klettergurt immer erst anprobieren sollte, damit man sicherstellen kann, dass er auch gut sitzt. Dabei sollte man sich am besten auch in den Gurt hängen, um eventuelle Druckstellen aufzudecken. Als nächstes kommt die Verarbeitung, gerade bei der Anseilschlaufe sollte nicht gespart worden sein, denn die Anseilschlaufe ist der am meisten vom Verschleiß betroffene Teil des Gurtes. Deshalb gibt es mittlerweile auch einige Hersteller, die die Anseilschlaufe mit Plastik schützen.

Ein paar nette Details, die den Klettergurtbesitzer glücklich machen: Kleine Schlaufe an der Rückseite für den Chalkbag und gut erreichbare Materialschlaufen, die möglichst flexibel sind. Für manche Kletterer ist aber auch das Gewicht und die Farbe des Gurtes wichtig, wobei das weder für hohe Schwierigkeitsgrade, für die Sicherheit oder die Beweglichkeit entscheidend ist.

Da komm ich auch schon zum letzten Punkt der Checkliste, nämlich der Klettergurt sollte die Bewegungsfreiheit möglichst wenig behindern.

Als Fazit gibt es jetzt eigentlich nur noch zu sagen, dass man am besten die getroffene Vorauswahl anprobiert um so den besten Gurt für sich herauszufinden.

RH Bouldervolumes bei Facebook

Jetzt ist es bald soweit und die Homepage geht unter www.bouldervolumes.com online. Doch bevor es soweit ist, gibt es vorab schonmal ein paar neue Infos und Bilder von den brand neuen RH Bouldervolumes auf Facebook.

Wer es trotzdem nicht mahr abwarten kann, der kann morgen zur Deutschlandpremiere in Regensburg im Rahmen der Stadtmeisterschaft kommen.

Es mauschelt die Gerüchteküche

Ein paar Wenigen habe ich es ja schon erzählt, doch was viele Anfangs nur für einen Scherz oder Rederei hielten steht jetzt ganz kurz vor der Veröffentlichung. Es geht darum, dass es in nächster Zeit neuartige Holz-Volumes MADE IN GERMANY von mir gibt.

Neben ein paar neuen Detaillösungen, der auffallenden Farbe und den über 50 verschiedenen Formen sollen die Volumes auch durch sehr hohen und lange anhaltenden Gripp und ausgefallene Formen auffallen.

Ich möchte jedoch noch nicht zuviel verraten, denn in ein paar Wochen gibt es dann auch die passende Homepage dazu. Ich sage nur: Die ersten Vier sind schon gebaut und ein Name für die Firma ist auch schon gefunden:   RH Volumes

Hier noch ein paar Fotos mit veräterischen Details.


Katana Laces La Sportiva

Da mir meine La Sportiva Solutions zu schade und zu eng für das normale Training sind, habe ich beschlossen, mir als “Trainingsschuh” den Katana Laces von La Sportiva zu besorgen. Meine Entscheidung ist nach langem Anprobieren anderer Schuhe, trotz des relativ hohen Preises (für einen Trainingsschuh), auf Ihn gefallen, weil er einfach am besten gesessen hat, ohne das es irgendwo drückte.

Auch wenn immer mehr Kletterer zu Velcromodellen wechseln, war es mir in diesem Fall gerade recht, dass der Schuh zum Schnüren ist. Denn bis auf den kleinen Nachteil, dass das Anziehen etwas länger dauert, habe ich den großen Vorteil, dass sich das Volumen besser anpassen lässt. Aus diesem Grund kann ich sie für meine Verhältnisse recht groß kaufen , weil sich der Schuh anschließend entweder bequem, oder recht eng tragen lässt.

Die Verarbeitung ist wie gewohnt einwandfrei und auch die Passform lässt keine Wünsche offen. Bei der Anprobe von ca. 10 Modellen war es das Einzige, welches nirgendwo unangenehm gedrückt hat. Wie immer muss man die relativ starke Dehnung, nach den ersten Wochen, bereits beim Kauf mit einrechnen. Außerdem sind fast alle Modelle von La Sportiva eher für breite Füße gemacht.  Der Schuh hat neben dem P3 System eine Vibram XS Edge Sole mit der man super stehen kann. Der komplette obere Bereich ist aus einem weichen, netzartigen Stoff der sich wie eine Socke anpasst und recht Atmungsaktiv ist.

Aber der Schuh hat durchaus nicht nur Vorteile. Ich finde den Bereich seitlich der Knöchel etwas zu hoch, weswegen er dort manchmal etwas einschneidet. Ich finde es auch nach wie vor relativ schwierig, in den Schuh rein zu kommen. Auch das Anziehen dauert halt etwas, weshalb der Schuh besser fürs Routenklettern geeignet scheint. Besonders das Toehooken ist mit dem Schuh sehr schwierig und auch die Heelhooks sind nicht 100% sicher, was wiederum auch an dem bequemen Sitz des Schuhs liegt und sicher besser wäre, wenn man Ihn etwas enger kauft.

Fazit: Insgesamt ist mir der Schuh etwas zu teuer, denn für etwas mehr Geld bekommt man schon den Solution, der in einer ganz anderen Klasse mitspielt. Zum Routenklettern kann ich den Schuh durchaus empfehlen, aber sobald es zum Bouldern geht, oder man in den High End Bereich kommt, würde ich definitiv ein anderes Modell nehmen.

Boulderwand selber bauen

Um für den kommenden Winter das passende Trainingsdomiziel zu haben, gibt es hier exklusiv eine Anleitung für euren neuen Boulderraum.

1.0 Planung:

Die erste Hürde die einen beim Boulderwandbau erwartet ist dessen Planung. Hierbei werden auch die meisten Fehler gemacht, deswegen ist es sinnvoll, wenn man jemanden kennt, der einem dabei hilft. Da jeder Raum eine individuelle Lösung erfordert, gibt es auch kein Geheimrezept dafür.
Wenn man niemanden hat, der einem hilft: Hier sind ein paar Standartmaße.
Der Abstand zwischen zwei Balken sollte 62,5 cm nicht überschreiten, da das Maß der meisten Platten 125 cm (Breite) ist, geht sich das dann gut aus und die Wand ist stabil genug.
Es gilt immer, lieber zu stabil, als im Nachhinein eine wackelige Wand. Gerade Wände sind einfach zu bauen, verlieren aber auch schnell Ihren Reiz. Je verschachtelter also eine Boulderwand wird, desto interessanter ist sie auch zu beklettern aber sie ist auch schwieriger in ihrer Umsetzung.
Wenn man eine reine Trainingswand will reicht eine gerade Wand vollkommen aus. Wenn diese dann verstellbar ist, hat man die idealen Vorraussetzungen zum trainieren.
Man sollte sich auch den Kosten bewusst sein, denn mit Griffen kommt so eine Wand je nach Größe schnell auf über tausend Euro.
Am einfachsten, für einen Nichtfachmann, ist es die Balken gerade auf den benötigen Winkel abzuschneiden und dann mittels Spax Schrauben zu verschrauben. Stahlwinkel und Blechplatten können zusätzlich verwendet werden.

2.0 Material:

Je nach Größe des geplanten Raumes ist es meistens sinnvoll die Balken im Sägewerk oder beim Holzhändler zu kaufen, da es dort um einiges günstiger als im Baumarkt ist. Außerdem ist die Qualität oft besser.
Die Querschnitte der Balken hängen wieder mit der Größe des geplanten Raumes zusammen, im Normalfall reichen aber 8/12 cm aus. Die Balken sind aus Fichte, und sägerau. Bei den Platten für die Beplankung sind Dreischichtplatten am besten, diese sind aber auch relativ teuer. Von OSB-Platten würde ich abraten, die sind zwar günstiger, aber auch sehr faserig…. dadurch erhöht sich die Verletzungsgefahr. Die Platten sollten eine Dicke von mind. 21mm haben.
Die Befestigung der Boulderwand an der Mauer hängt stark von dessen Beschaffenheit ab. Am besten sind Betonwände, da hier sog. Schwerlastanker verwendet werden können. Diese halten extrem viel und sind leicht zu montieren. Bei Ziegelmauerwerk wird die ganze Sache schon schwieriger, hier braucht man sog. Klebeanker, diese halten auch sehr viel aus, sind aber schwieriger zu verarbeiten, teurer und brauchen eine gewisse Zeit bis sie ausgehärtet sind. Bei der Verankerung sollte man nicht sparen, da bei der Konstruktion sehr viel Gewicht zusammenkommt und wenn diese dann umkippt, können ernsthafte Verletzungen entstehen. Die Einschlagmuttern müssen ein M10 Gewinde haben. Diese sollte man samt Schrauben am besten mit den Griffen dazubestellen.

3.0 Aufbau:

Wenn alles geplant und gekauft wurde, kann mit dem Aufbau begonnen werden. Hierzu ist es wieder sinnvoll, sich einige Freunde einzuladen, die einem beim Aufbau behilflich sind. Als erstes muss die Tragekonstruktion aufgebaut werden, erst wenn diese sicher steht kann alles mit den Platten beplankt werden. Doch bevor die Platten an die Wand kommen müssen noch die Einschlagmuttern montiert werden. Dazu zeichnet man sich am besten ein Raster auf die Plattenrückseite, bohrt dann mit dem passenden Bohrer die Löcher und schlägt dann die Einschlagmuttern ein. Je kleiner dabei der Abstand des Rasters ist desto mehr Möglichkeiten hat man später sich die Boulder zu schrauben.  10 bis 20 cm Raster sind dabei am sinnvollsten. Wenn jetzt also die Platten fertig präpariert sind, kann man sie an die Unterkonstruktion befestigen. Dafür sollte man Spaxschrauben verwenden, die ca. doppelt so lang sind wie die Platte dick ist. Diese werden alle 30cm verschraubt.

4.0 Werkzeug:

Hier findet ihr eine Auflistung der Werkzeuge, die man für die Umsetzung des Baus einer eigenen Boulderwand benötigt.
Handkreissäge
Evtl. Stichsäge
Evtl. Japansäge
Akkuschrauber
Schlagbohrmaschine
Dazu kommt noch einiges an Handwerkzeug, welches ich aber nicht extra aufzähle.

5.0 Griffe:

Man kann sich zwar auch die Griffe selber bauen, aber meiner Meinung nach sind diese kein Vergleich zu gekauften weshalb man gerade hier nicht sparen sollte. Als Tritte sind sogenannte Spaxtritte gut und relativ günstig. Bei den Griffen kann man manchmal in Kletterhallen oder bei E-bay  gebrauchte günstig bekommen.

Ich hoffe ich habe euch bei eurer eigenen Boulderwand einen Schritt weiter gebracht. Wenn ihr noch irgendwelche Fragen habt, dann schreibt doch einfach einen Kommentar.
Als gelernter Zimmermann stehe ich bei Fragen bezüglich der Planung gegen einen kleinen Obolus gerne zur Verfügung. Ich kann euch dann auch die komplette Wand planen.

Edelrid Soleus D

Ein völlig neuartiges Konzept bietet der Klettergurt Edelrid Soleus D, der meiner Meinung nach eine neue Ära in der Klettergurtwelt eingeleitet hat.

Neu sind z.B. die verstellbaren und abnehmbaren Materialschlaufen, was für mich als alten Gewichtsfanatiker gerade beim Wettkampfklettern super ist. Allerdings erfordert das Einfädeln der relativ steifen Materialschlaufen einige Übung, und ist somit etwas nervig. Selbstverständlich wurde wieder ein Schnellverschluss an der Hüfte eingebaut, welcher sich sehr einfach bedienen lässt, und keine Fehler zulässt. Die Beinschlaufen werden mittels Gummibändern straff an den Beinen gehalten, allerdings rutschen diese immer wieder raus, was ein Nachjustieren erfordert. Auch das lange Sitzen im Gurt ist nicht so angenehm, was natürlich auf die äußerst leichte Bauweise zurückzuführen ist. Gewichtsmäßig hält er mit den momentan leichtesten Gurten locker mit.

Alles in Allem ist der Soleus D von Edelrid ein nicht allzu vielseitiger, aber für das harte Sportklettern und Wettkampfklettern ein sehr brauchbarer Gurt. Da er preislich auch im guten Mittelfeld liegt kann ich ihn eingeschränkt empfehlen.