Marmot Softshelljacke im Test

18. Juni 2011 – 11:15

An Softshelljacken werden sehr viele Bedingungen gestellt, die teilweise nur schwer unter einen Hut zu bringen sind. Sie sollen leicht sein, Wind abweisen, warm halten und klein zu verpacken sein. Gleichzeitig darf man in der Jacke nicht schwitzen und beim Einkehren in die Hütte oder beim Stadtbummel sollte sie auch eine gute Figur machen. Wie sich die Marmot Leadville Softshell Jacket im Test schlägt und ob sie den Erwartungen entsprechen kann, könnt ihr in den nächsten Zeilen nachlesen.

 

Erster Eindruck:

Hat man die Jacke im Laden erstmal erspäht und sich entschlossen sie unter die Lupe zu nehmen, fallen einem zuallererst die vielen, bunten Schilder auf, die am Reißverschluss baumeln. Doch was steht da eigentlich drauf?

Die Marmot Leadville Softshell Jacket ist mit der bewährten WINDSTOPPER Technologie von Gore ausgestattet, die dem Käufer absolute Winddichtheit und maximale Atmungsfähigkeit verspricht. Außerdem soll die äußere Lage Wasser und Schnee abhalten. In der gesamten Jacke ist Stretch-Material verarbeitet, was Bewegungen erleichtert und für einen besseren Sitz sorgt.

Da sehr unterschiedliche Anforderungen an Softshelljacken gestellt werden, hat Marmot drei verschiedene Serien im Programm, die für unterschiedliche Temperaturzonen geeignet sind. Die Marmot Leadville Softshell Jacketkommt aus der m2 Serie. Das bedeutet, sie ist für die Übergangsjahreszeiten am besten geeignet.

Es ist gut zu wissen, dass Marmot mit der dZi Foundation Menschen in Nepal hilft und das mit einem Kauf diese Organisation unterstützt wird.

 

Praxistest:

Beim ersten Anziehen war ich positiv überrascht, wie angenehm sich die Jacke auf der Haut anfühlt. Die Ärmel sind vorne leider etwas eng, dadurch lässt sich die Jacke in Kombination mit einer Uhr nur umständlich anziehen. Gut gelöst ist der Kletterverschluss, mit dem der Ärmelbund geregelt werden kann. Dieser ist weich und flexibel.

Will man den Reißverschluss zumachen, muss das genau spiegelverkehrt gemacht werden, denn der Schließer befindet sich auf der „falschen“ Seite. Das ist zu Anfang etwas ungewohnt, aber nach einer kurzen Umstellung gelingt es problemlos. Die Verarbeitung der vier Reißverschlüsse und der gesamten Jacke ist durchwegs ordentlich. Es gibt keine losen Fäden und die Verschlüsse gehen leichtgängig.

Die Marmot Leadville Softshell Jacket hat keine Kapuze, zwei Außentaschen und eine geräumige Innentasche. Die Optik ist sicherlich Geschmackssache, so sitzt sie am Oberkörper recht locker, dadurch wirkt die Jacke insgesamt eher wie eine Trainingsjacke. Einen etwas körperbetonteren Schnitt hätte mir hier besser gefallen. Beim Anheben der Arme hebt sich die Jacke teilweise soweit an, dass der Bauch frei wird. Ähnlich schaut es aus, wenn sich der Träger bückt. Dagegen hilft nur der in den Taschen befindliche Gummizug, der das Rutschen minimiert, wenn er gespannt wird.

Die Jacke ist, wie versprochen sehr winddicht. Minuspunkte gibt es jedoch bei der Atmungsfähigkeit, die nur mittelmäßig ist. Das reißt die Marmot Leadville Softshell Jacket allerdings mit dem guten Wetterschutz wieder raus, denn die Jacke hält recht lange nicht zu starkem Regen stand. Bewegungen werden zwar von der Jacke nicht behindert, allerdings rutscht sie gerade beim Klettern gerne mal hoch. An die Taschen kommt man auch mit aufgesetztem Rucksack und geschlossenem Hüftgurt noch ganz gut dran.

 

Fazit:

Die Marmot Leadville Softshell Jacket ist am besten für Temperaturen über 8°C geeignet. Das Einsatzgebiet der Jacke liegt eindeutig beim Zustieg zum Felsen, beim Wandern und beim leichten Bergsteigen.

 

+ Günstig

+ Guter Wetterschutz

+ Hochwertige Verarbeitung

+ Angenehm auf der Haut

 

- mittelmäßige Atmungsfähigkeit

- Rutscht beim Anheben der Arme

- ungünstiger Schnitt

 

3,3 von 5 Sternen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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