Regenreiches Finale des Deutschen Bouldercups 2011
14. Juli 2011 – 17:16Wenn Anfang Juli wieder alle Kletterbegeisterten auf den letzten Teil des Deutschen Bouldercups warten, müssen sie, wie jedes Jahr, in die schöne Stadt Überlingen kommen. Denn dort versammelt sich die Créme de la Créme der Deutschen Boulderszene direkt am Ufer des Bodensees, um an den steilen Wettkampfwänden ihr Können zu zeigen. Doch bereits vor dem Start waren die Nerven gespannt, denn sowohl die Zuschauer als auch die Teilnehmer bangten bei bewölktem Himmel um trockene Verhältnisse.
Überlingen ist einer der wenigen Open Air Bouldercups, bei dem jeder dem Wetter ausgesetzt ist. So kam es wie es kommen musste und es erwischte es einen Teil der Herren in der Qualifikation und alle Starter des Halbfinale und Finale, es musste sogar mehrmals eine Regenpause eingelegt werden. Nachdem der Himmel am Abend seine Pforten komplett öffnete, während die Finalisten um den Sieg kämpften, wurde das Finale schlussendlich abgebrochen.
Bei den Herren hat es sich ja mittlerweile durchgesetzt, dass Starterfeld in der Qualifikationsrunde in zwei Gruppen zu teilen, um die Wartezeit zu minimieren. Ein neuer Trend ist jedoch das Anheben der Schwierigkeiten in der Qualifikation. So waren die Boulder durch die Bank sehr anspruchsvoll geschraubt und es reichte schon ein schnelles Top sowie eine Zone für den Einzug ins Halbfinale. Stellenweise hörte ich sogar, das selbst auf den Weltcups die Schwierigkeiten, zumindest in der Qualifikation, ähnlich seien. Auch wenn die Boulder schwer waren, waren sie sehr schön geschraubt. Leider konnte man über den Zustand der Kletterwände weniger gutes sagen. Die Frauen mussten an provisorisch errichteten Wänden starten. Die Aufwärmwand im Isolationsbereich wurde erst kurz vor der Qualifikation eher sporadisch mit kleinen Griffen beschraubt. Insgesamt machte der Wettkampf leider einen nicht sehr professionellen Eindruck, was bei einem Deutschlandcup schon erwartet hätte werden können.
Es reichte leider nicht für das Halbfinale, denn mir bereiteten die sprunglastigen Boulder Probleme. Mit einem recht spätem Top reichte es gerade mal für den 34. Platz. Nur zwei Versuche weniger und eine zusätzliche Bonuswertung hätte ich für den Einzug ins Halbfinale gebraucht.
Fazit: Wünsche dir nicht es wäre leichter, wünsche du wärst besser.
Die Ergebnisse gibt es HIER













